Der Verein in der Presse

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2004

WAZ 17.05.2004


Hellweger-Anzeiger 19.05.2004


Hellweger Anzeiger 21.06.2004

5000 Dollar-Spende aus den USA

Ulrich Kirsch nimmt das Geld für das Down-Syndrom-Netzwerk entgegen
Von Ricarda Wenge
BERGKAMEN - Eine 5 000-Dollar-Spende geht heute an das Down-Syndrom-Netzwerk Deutschland. Der Bergkamener Ulrich Kirsch nimmt sie in Berlin entgegen.
"Eine Spende in solcher Höhe bekommt das Netzwerk nur selten", freute sich Ulrich Kirsch, Schatzmeister des deutschlandweiten Down-Syndrom-Netzwerkes
Bei den 5 000 Dollar, die ihm heute im Berliner Hotel Adlon übergeben werden, handle es sich um eine Spende aus dem Nachlass eines erst kürzlich verstorbenen Vorstandsmitgliedes eines, international agierenden Computerhändlers der selbst Vater einer Tochter mit Down-Syndrom war. "Das Geld kommt ausschließlich dem Netzwerk zugute", betonte Kirsch. Das Netzwerk selbst, das sich hauptsächlich aus Spenden finanziere, vernetze als "Gemeinschaft der Down-Syndrom-Vereine in Deutschland" die Eltern- und Selbsthilfegruppen der Menschen mit Down-Syndrom, um die ehrenamtliche Arbeit effektiver zu gestalten und um den Informationsaustausch zu verbessern. Ulrich und Edith Kirsch, selbst Eltern eines Sohnes mit Down-Syndrom, gehören zu den Gründungsmitgliedern der Initiative Down-Syndrom Kreis Unna.
"Entgegen der langläufigen Meinung ist das Down-Syndrom keine Krankheit, geschweige denn eine Erbkrankheit", machte Edith Kirsch deutlich. "Dass Florian ein Chromosom mehr besitzt als "normale" Kinder, sagt nichts über seinen Lebenswert aus."
Das Schaffen von Akzeptanz und Toleranz - genau das ist der Schwerpunkt der Arbeit der rund 130 Mitglieder, die sich zur Initiative Down-Syndrom Kreis Unna zusammengeschlossen haben.
Durch ständige öffentliche Präsenz wollen die Mitglieder ihre Mitmenschen über das Down-Syndrom informieren und Vorurteile, dass Kinder mit Down-Syndrom auch im Erwachsenenalter noch Kinder seien, abbauen.
"Die soziale, geistige und körperliche Entwicklung verläuft wie die jedes anderen Erwachsenen", erklärte Edith Kirsch. Kinder mit Down-Syndrom sollten am Leben aller teilnehmen, weshalb sich die Mitglieder der Initiative Kreis Unna besonders für die Integration ihrer Töchter und Söhne in Regelkindergärten und Regelschulen einsetze.
Während Skandinavien in Sachen "nicht-aussondernder Erziehung" - ausgesprochen weit sei, sei Deutschland in dieser Hinsicht eher ein Entwicklungsland - mit frappierenden Unterschieden in den einzelnen Bundesländern. Besonders in Schleswig-Holstein hätten Eltern die besten Chancen ihr behindertes Kind in einer Schule ihrer Wahl in der Nähe des Wohnorts unterzubringen. Schlusslichter bei den Integrationsbemühungen seien Bayern und Baden-Württemberg.
In NRW, so Edith Kirsch, sei zumindest der Besuch von normalen Kindertageseinrichtungen gängig, doch schon bei der Primarstufe einer Regelgrundschule gäbe es Probleme.
"Die Initiative Kreis Unna will ein Bewusstsein dafür schaffen, dass der Wert eines Menschen nicht durch seine Leistung definiert wird, sondern durch sein Menschsein", unterstrich die zweifache Mutter. "Unsere Kinder sollen in ihrer Individualität wahrgenommen werden, nicht als "Downies". Denn auch sie haben Gefühle, Meinungen, Begabungen."
Und natürlich ihre Hobbys, wie der siebenjährige Florian, der die Schillerschule besucht, und in seiner Freizeit musiziert, tanzt oder auch mit den Nachbarskindern spielt - eben wie andere Kinder seines Alters auch.
WAZ 18.06.2004

Spende für Netzwerk Down-Syndrom

Bergkamen. (os) Eine Zuwendung, wie sie jetzt das Down-Syndrom-Netzwerk Deutschland erhalten wird, bekommt man nicht alle Tage. Ein weltweiter Computerhändlerring stellt 5000 US-Dollar zur Verfügung und übergibt sie am Samstag an Edith und Ulrich Kirsch, die sich auch vor Ort im Kreis Unna intensiv für die Integration von Menschen mit dem Syndrom einsetzt.
Ein aus Deutschland stammendes Vorstandsmitglied des Händlerrings, selbst Vater eines Kindes mit Down-Syndrom, war kürzlich verstorben, die 5000-Dollar-Spende gehört zu seinem Nachlass. Übergeben wird sie am Samstag im Berliner Hotel Adlon. In seiner Eigenschaft als Schatzmeister des deutschlandweiten Down-Syndrom-Netzwerks reist Ulrich Kirsch mit seiner Frau Edith dort hin, um die Spende entgegen zu nehmen. Übrigens auf eigene Kosten, die Spende soll vollständig dem ihr gemäßen Zweck zufließen. Mit Hilfe des Netzwerkes tauschen sich bundesweit Gruppen wie die Initiative Down-Syndrom Kreis Unna untereinander aus. "Wir holen uns anderswo Anregungen für eigene Aktionen und können so vermeiden, jedesmal wieder von Null anzufangen", so Ulrich Kirsch, selbst Vater eines Kindes mit dem Down-Syndrom. Auch organisiert das Netzwerk alle drei Jahre eine Tagung. Das alles will finanziert werden, und neben den relativ geringen Mitgliedsbeiträgen der einzelnen Vereine und Initiativen bleiben dazu nur Spenden.
Dabei ist eine intensive Aufklärungs- und Integrationsarbeit dringend erforderlich, meint Edith Kirsch. Das Down-Syndrom werde einfach falsch wahrgenomme. Die ursächliche genetische Veränderung sei von der ersten Zelle an Teil des Menschen. Auch sei die Annahme nicht richtig, erwachsene Menschen mit dem Syndrom müssten wie Kleinkinder behandelt werden. Vielmehr seien sie Individuen mit eigenen Fähigkeiten, Neigungen und Begabungen, die durch rücksichtsloses Verhalten verletzt werden können. Derzeit bemüht sich die rund 130 Mitglieder starke Initiative Down Syndrom Kreis Unna intensiv um den Themenschwerpunkt Integration. So sei in NRW der Besuch von normalen Kindergärten zwar gängig, schon bei der Primarstufe einer normalen Grundschule werde es bereits schwierig. An die Sekundarstufe I ist in diesen Breiten-graden kaum zu denken. "In Schleswig-Holstein ist das zum Beispiel absolut üblich", weiß Edith Kirsch, in Skandinavien sei man da noch viel weiter.
Die Initiative Down-Syndrom beschränkt sich nicht nur auf die Aufklärungs- und Integrationsarbeit, sondern organisiert auch Aktivitäten für ihre Mitglieder, wie kürzlich eine Familienfreizeit oder die geplante Freizeit nur für die Kinder.

Westfälische Rundschau07.07.2004

Selbsthilfekonferenz

Schwerte/Kreis. Bei der 5. Selbsthilfekonferenz der Selbsthilfegruppen im Kreis standen unter anderem Wahlen auf der Tagesordnung.
Es galt, den Sprecher der nicht organisierten SHG mitsamt Stellvertretung zu benennen. Burckhardt Elsner (SHG Frührentner nach Krankheit, Lünen) wurde als Sprecher ebenso einstimmig wiedergewählt wie Ulrike Hinz (Ma-m-Mut, Brustkrebsbetroffene Frauen, Schwerte) als seine Stellvertreterin.
Der Sprecher der organisierten Selbsthilfegruppen ist weiterhin Rudi Knegt (Initiative Down Syndrom, Kreis Unna), seine Vertretung übernimmt Karl-F. Diehle (Kneipp-Verein Unna). Gesundheitsdezernentin Gabriele Warminski-Leitheußer gratulierte dem im Amt bestätigten Sprecherduo ebenso zur Wahl wie der für die Sozialverwaltung verantwortliche Kreisdirektor Michael Makiolla.
Die anschließende Podiumsdiskussion stand unter dem Thema "Gemeinsam sind wir stark - Vernetzung der Selbsthilfe im Kreis Unna". Dabei ging es um die Frage, wann Kooperationen sinnvoll sind, wie Kooperationen funktionieren und welche Stolpersteine bei den Zusammenarbeit mit Partnern zu beachten sind.


Die Sprecher der Selbsthilfegruppen Karl.-F. Diehle (l.), Rudi Knegt (2.v.l.), Burckhardt Elsner (3.v.r.) und Ulrike Hinz (r.) mit Gesundheitsdezernentin Gabriele Warminksi-Leitheußer und Kreisdirektor Michael Makiolla. (WR-Bild)

Hellweger Anzeiger 24.09.2004

Gelbe Stiefmütterchen verschönern Kreisverkehr

Initiative Down-Syndrom hat offiziell Patenschaft für Kreisel übernommen

BERGKAMEN . Der Kreisel soll schöner werden - Dafür wollen zumindest die Mitglieder der Initiative Down-Syndrom künftig sorgen. Und das in vollständiger Eigenarbeit.
Am Mittwochabend übergab Bürgermeister Roland Schäfer der Initiative Down-Syndrom offiziell den Kreisverkehr an der Kreuzung Landwehrstraße/Heinrichstraße/Präsidentenstraße, für den die Initiative eine Patenschaft übernommen hat. Zukünftig wollen die Mitglieder der Initiative Down-Syndrom den Kreisel mit Blumen und Pflanzen bunter gestalten. Auf diesem Weg, so die erste Vorsitzende Heike Schmidt, wollen die Vereinsmitglieder erreichen, dass sich die Kinder mit ihrer Heimat identifizieren und für ihr Umfeld Verantwortung übernehmen. Außerdem können die Kinder so stolz auf die verrichtete Arbeit und die bunte Gestaltung des Kreisels sein. Die Stadt freut sich über das Engagement der Initiative. Zwar hätten schon viele Spielplätze Paten, die für die Instandhaltung der Geräte und Grünflächen sorgen, aber eine Patenschaft für eine Grünfläche oder gar einen Kreisverkehr sei bisher einmalig, so Schäfer, der das gesellschaftliche Engagement der Initiative Down-Syndrom lobte.
Schäfer erinnerte daran, dass die Stadt seit langem Bürgerengagement zu wecken versuche. In diese Richtung ziele ja auch die Aktion Spielplatz-Paten. Richtig sei, dass die Initiative Down-Syndrom die erste Gruppe sei, die sich für eine Grünflächenpatenschaft und dann auch noch für einen Verkehrskreisel interessiere. Schäfer schenkte den Kindern Warnwesten, die sie bei der Arbeit im Kreisel tragen sollen. Denn schon in diesem Herbst ist geplant, hier weitere Bepflanzungen vorzunehmen, um den Kreisel "bunter" auszugestalten. Vorgesehen sind zum Beispiel gelbe Stiefmütterchen. Bürgermeister Schäfer hofft, dass diese Patenschaft "Vorbildcharakter" hat und sich nun auch noch andere Gruppierungen melden, solche Patenschaften zu übernehmen. kab/ral


Die Mitglieder der Initiative Down-Syndrom wollen den Kreisel an der Kreuzung Landwehrstraße/Heinrichstraße/Präsidentenstraße mit Blumen und Pflanzen bunter gestalten. Die Warnwesten sollen die Kinder bei der Arbeit tragen.
WAZ 25.09.2004

Initiative Down-Syndrom kümmert sich um den Kreisverkehr am Hallenbad

Kreisel-Patenschaft hat mehr mit Pädagogik als mit Pflege zu tun

Bergkamen. Die mitgebrachten Stiefmütterchen und die Spaten ließen keine Zweifel aufkommen: Die kleinen und großen Mitglieder der Initiative Down-Syndrom werden ihre Patenschaft für das kreisrunde Pflanzbeet mitten im Kreisverkehr am Hallenbad sehr ernst nehmen. Nicht, dass sie meinen, dieser Kreisel sehe verlottert aus. Mit seinen großen Steinen und ausgesuchten Pflanzen ist er von Anfang an pflegeleicht angelegt. Zudem haben die Mitarbeiter des Baubetriebshofes stets ein waches Auge auf ihn und auf die anderen Kreisverkehre, wenn die Pflegezuständigkeit bei der Stadt liegt. Die Übernahme der Grünpflege durch die Initiative hat deshalb eher pädagogische Motive. "Wir möchten auf diesem Weg auch erreichen, dass sich unsere Kinder mit ihrer Heimat identifizieren und für ihr Umfeld Verantwortung übernehmen", erklärte Vorsitzende Heike Schmidt vor Ort. Sie sollen aber auch stolz über die Ergebnisse ihrer Arbeit in der Kreiselmitte sein und sagen können: "Das haben wir für euch gemacht." Damit die Pflegeübernahme richtig offiziell wird, überreichte Bürgermeister Roland Schäfer am Mittwoch die dazu passende Patenschaftsurkunde. "Anpacken und mitmachen, das ist es, was wir in unserer Gesellschaft und unserer Stadt brauchen", betonte er. Die Initiative Down-Syndrom verhalte sich vorbildlich. Die Initiative ist eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Down-Syndrom, ihre Familien und deren Freunde im Kreis Unna. Im Vordergrund ihrer Arbeit steht insbesondere die Integration der Betroffenen in die Gesellschaft. Weitere Informationen zur Initiative sind auch im Internet unter der Adresse "www.ids-unna.de" erhältlich.


Die Patenschaftsurkunde übergab jetzt Roland Schäfer an die Initiative. (Foto: Ulrich Bonke)

WestfälischeRundschau 12.10.2004
Ruhr-Nachrichten 19.10.2004

Westfälische Rundschau 19.10.2004

Lüner Anzeiger 20.10.2004


WAZ 15.12.2004


    

© 05.01.2005  Initiative Down-Syndrom Kreis Unna e.V.

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